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Paul Garnier Nr. 219

Paul Garnier,  geb. 1801 als Jean-Paul Garnier,der Begründer der Französischen Reiseuhrenfertigung hat diese seltene frühe Uhr ca. 1840 hergestellt für Baullier & Fils, Paris. 

Sie trägt seine Fertigungs-Nummer 219 und auf der Rückplatine sein Kürzel:  P.G. Breveté. 

Das Gehäuse ist typisch für die frühen Uhren  Garniers, es ist ein sog.   One-Piece-Gehäuse, weil es scheinbar aus einem Stück besteht. Hier muß zum Aufziehen noch die Front hochgeschoben werden. Spätere Gehäuse werden von hinten aufgezogen und haben dazu eine Türe.

Feinst guillochiertes und versilbertes Zifferblatt, mit schwarzen römischen Zahlen und gebläuten Stahlzeigern in Breguetform. Verkäufersignatur: Baullier & Fils, unter dieser Firmierung verzeichnet in der Rue Vendome um 1830. 

Massives Messingachttagewerk mit der Paul Garnier-Hemmung und monometallischer Unruhe.

Das Rechenschlagwerk schlägt die halben und ganzen Stunden auf die Glocke.            Zum Regulieren der Ganggenauigkeit muß der Rückerzeiger über der Unruhe ver-stellt werden:  Nach Links schieben-Uhr geht langsamer.

Um  den Rückerzeiger zu erreichen, muß die Fronttüre herausgezogen werden und dann das obere Glas nach vorne herausgenommen werden.

Die Paul Garnier-Hemmung wurde 1830 patentiert. Auf der Unruhachse ist eine etwa halbkreisförmige Scheibe aus Saphir angebracht. Die Achse des Hemmungsrades ist rechtwinkelig dazu angeordnet und trägt zwei parallel angeordnete Hemmungsräger, die um eine Teilung zueinander versetzt sind. Die Spitzen der Zähne fallen abwechsenlnd  auf die Saphirscheibe und gleiten bei der Drehung der Unruhe ab und geben durch ihre ansteigend gebogenen Zähne der Unruhe einen Impuls.


 

 





     
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